Corpse Party (2021) – Das Remake des Kult-Horrorspiels im Test
Keine Spoiler

Corpse Party (2021) – Das Remake des Kult-Horrorspiels im Test

Verfasst am 19. Oktober 2025
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Geschrieben von wyrdsister87

Genre: Survival Horror / RPG. Entwickler: Team GrisGris. Plattformen: PC, Nintendo Switch, PlayStation, Xbox Empfohlen für: Fans von Pixel-Horror, düsterer Atmosphäre und emotionaler Story

Einleitung

Corpse Party (2021) ist ein überarbeitetes und erweitertes Remake des klassischen Survival-Horror-Spiels Corpse Party.

Ursprünglich 1996 veröffentlicht und später mehrfach neu aufgelegt, bringt diese Version verbesserte Grafiken, zusätzlichen Inhalt und erweiterte Story-Elemente.

Das Spiel, entwickelt von Team GrisGris, verbindet traditionelle Rollenspielmechaniken mit einer dichten, unheimlichen Atmosphäre.

Die Story

Die Geschichte dreht sich um eine Gruppe von Schülern der Kisaragi Academy, die durch ein harmlos wirkendes Ritual in die verfluchte Heavenly Host Elementary School transportiert werden.

Diese Schule war einst Schauplatz brutaler Morde – und ist jetzt eine paranormale Dimension voller gequälter Geister und dunkler Geheimnisse.

Die Schüler müssen zusammenarbeiten, um Rätsel zu lösen und einen Weg zurück nach Hause zu finden, während sie den grausamen Geistern und tödlichen Fallen entkommen.

Gameplay

Erforschung und Puzzle

Spieler navigieren durch die verlassene Schule, sammeln Hinweise und lösen Rätsel, um voranzukommen.

Überleben und Entscheidungen

Entscheidungen und Handlungen der Spieler beeinflussen das Schicksal der Charaktere.

Das Spiel bietet mehrere Enden – abhängig davon, welche Entscheidungen du triffst.

Neuerungen in der 2021-Version

Die Neuauflage von Corpse Party bringt einige spannende Verbesserungen und Erweiterungen mit sich:

Erweiterte Szenarien: Neue Kapitel und zusätzliche Szenen vertiefen die Hintergrundgeschichte und Charakterentwicklung.

Verbesserte Grafiken & Sound: Überarbeitete 2D-Grafiken und atmosphärischere Soundeffekte verstärken den Gruselfaktor.

Neue Sprachaufnahmen: Neue Synchronsprecher verleihen den Charakteren mehr Tiefe, Emotion – und Schrecken.

Meine Meinung

Ich habe Corpse Party damals auf der PSP zum ersten Mal gespielt – und geliebt.

Durch dieses Game habe ich meine Liebe zu Anime 16 Bit Pixel-Horror Games entdeckt.

Natürlich musste ich das Remake erneut zocken – und ich liebe alles daran.

Die Atmosphäre, die neuen Extras und die erweiterten Szenen sind einfach großartig.

Man lernt mehr über den Alltag der Charaktere und trifft sogar auf Figuren, die im ursprünglichen Spiel längst verstorben waren.

Und nein – Seiko kann man leider auch in der Neuauflage nicht retten, so sehr ich es mir auch gewünscht hätte.

Das Voice Acting ist fantastisch umgesetzt – besonders die fanatische Lache einiger Charaktere bleibt im Ohr.

Kritikpunkt: Yuka

Der einzige Charakter, der mir negativ aufgefallen ist, war Yuka.

Sie soll laut Story 14 oder 16 Jahre alt sein, verhält sich aber wie ein fünfjähriges Kind – und ihre übertriebene Zuneigung zu ihrem Bruder wirkt stellenweise unangenehm.

Das hätte man meiner Meinung nach besser lösen können.

Mehr über Kou Kibiki & Taguchi Shōgo

Was ich etwas schade fand: Über Taguchi Shōgo, den Kameramann von Kou Kibiki, erfährt man kaum etwas.

Er streift offenbar eine ganze Weile durch die Heavenly Host, bevor er auf die Gruppe trifft – aber seine Rolle bleibt klein.

Ich hätte mir ein eigenes Spin-off oder ein Sidegame über Kou Kibiki und sein Team gewünscht.

Extras & Bonusinhalte

Viele Extras schaltet ihr im Laufe der Story frei – oder durch bestimmte Bad Endings.

Dadurch lohnt es sich, das Spiel mehrfach zu spielen und verschiedene Entscheidungen auszuprobieren.

Tipp für das beste Erlebnis

Zockt das Game unbedingt mit Kopfhörern … wenn ihr euch traut.

Der Sound ist intensiv, unheimlich und trägt extrem zur Atmosphäre bei.

Fazit zu Corpse Party (2021)

Corpse Party (2021) ist mehr als nur ein Remake – es ist eine liebevolle Hommage an den Ursprung des 16-Bit-Horrors und zugleich eine modernisierte Version, die Fans alter und neuer Generationen gleichermaßen anspricht.

Das Spiel schafft es, die beklemmende Atmosphäre des Originals beizubehalten, während es durch neue Inhalte und technische Verbesserungen noch intensiver wirkt.

Stärken

Atmosphäre und Sounddesign

Die größte Stärke von Corpse Party (2021) liegt eindeutig in seiner bedrückenden, unheimlichen Atmosphäre.

Dunkle Korridore, das ferne Knarzen von Türen, geisterhafte Schreie und das nervenaufreibende Ambient-Design erzeugen ein Gefühl ständiger Bedrohung.

Besonders mit Kopfhörern entfaltet das Spiel seine volle Wirkung – der 3D-Sound lässt dich jedes Flüstern und jeden Schritt im Nacken spüren.

Charaktertiefe und Emotionen

Im Gegensatz zu vielen anderen Pixel-Horrorspielen bietet Corpse Party erstaunlich viel Charakterentwicklung.

Die neuen Szenen und erweiterten Dialoge geben den Figuren mehr Tiefe, zeigen ihre Ängste, Beziehungen und Schwächen.

Man leidet wirklich mit ihnen mit – und das macht die vielen grausamen Momente umso intensiver.

Storytelling & Entscheidungsfreiheit

Die Geschichte bleibt trotz ihrer Schlichtheit fesselnd.

Jede Entscheidung kann drastische Konsequenzen haben, was die Spannung hochhält.

Die Vielzahl an Bad Endings motiviert dazu, verschiedene Pfade auszuprobieren und das Schicksal der Charaktere zu beeinflussen.

Neue Inhalte & technische Verbesserungen

Die 2021-Version punktet mit neuen Kapiteln, erweiterten Szenarien und überarbeiteten Grafiken und Sprachaufnahmen.

Das Voice Acting ist hervorragend – besonders die emotionalen oder wahnsinnigen Momente wirken nun noch intensiver.

Auch die Pixeloptik wurde leicht modernisiert, ohne den Retro-Charme zu verlieren.

Schwächen

Veraltetes Gameplay-Design

Trotz aller Überarbeitungen merkt man dem Spiel an, dass seine Grundmechaniken aus den 90ern stammen.

Das klassische Herumlaufen, das Trial-and-Error-Prinzip bei Rätseln und das gelegentliche Backtracking können für moderne Spieler etwas frustrierend wirken.

Langsame Spielführung

Das Spieltempo ist stellenweise zäh – besonders, wenn man sich wiederholt durch Dialoge klickt oder durch bekannte Gebiete läuft.

Hier hätte eine modernere Steuerung oder eine Skip-Funktion gut getan.

Unangenehme Charakterdynamiken

Ein klarer Minuspunkt ist der Charakter Yuka.

Ihr kindliches Verhalten in Kombination mit der unangebrachten Liebe zu ihrem Bruder wirkt befremdlich und sorgt für unangenehme Momente, die aus heutiger Sicht einfach fehl am Platz sind.

Unausgeschöpfte Nebencharaktere

Figuren wie Taguchi Shōgo oder Kou Kibiki bleiben trotz ihres Potenzials im Hintergrund.

Gerade ihre Perspektive – als Außenstehende, die das Grauen dokumentieren – hätte eine spannende Ergänzung zur Hauptgeschichte sein können.

Endfazit

Corpse Party (2021) ist ein beeindruckendes Remake, das es schafft, den makabren Charme und die emotionale Tiefe des Originals neu aufleben zu lassen.

Es ist ein Spiel, das weniger durch Jumpscares und mehr durch seine psychologische Spannung überzeugt.

Trotz kleiner Schwächen beim Gameplay und einigen fragwürdigen Charakterentscheidungen bleibt es ein Muss für Fans von Retro-Horror, Anime-Ästhetik und düsterem Storytelling.

Wenn du dich gern in eine verstörende, aber faszinierende Welt begibst, in der jeder Schritt dein letzter sein könnte – dann ist Corpse Party (2021) genau das richtige Spiel für dich.

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